Story

Laura und Jon, ein modernes Märchen in New York?
Welche Hindernisse werden sich den beiden in die Wege stellen? Ich hoffe ihr begleitet mich auf einer spannenden Reise und teilt mir eure Gedanken mit.

Donnerstag, 22. November 2012

Kapitel 11



Der Donnertagmorgen war bei den Bongiovis relativ ruhig verlaufen. Vor den Kindern blieb Dorothea betont freundlich, trotzdem sprach sie mit Jon nur das absolut Notwendigste. Jon hatte mittlerweile aufgegeben sich weiter bei seiner Frau zu entschuldigen. Er hatte schließlich kein Kapitalverbrechen begangen und ihre ständigen Vorwürfe trieben ihn in den Wahnsinn.

Er stellte seine Kaffeetasse in den Geschirrspüler und war einfach nur froh endlich zu den Proben gehen zu können. Klar, er liebte seine Familie und er wusste, dass er seine Frau oft genug alleine ließ aber es war bei Gott nicht so, dass er sich um nichts kümmerte. Wenn er nicht gerade auf Tour war versuchte er so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern und seiner Frau zu verbringen.

Dorothea saß mit der Zeitung und einer Tasse Kaffee an der Kücheninsel. Sie blickte auf als Jon sich von ihr verabschiedete. „Ok, I`m on my way, rehearsals start at nine and afterwards I have stuff to do. It`s gonna be late, bye!”

Jon wartete auf eine Reaktion, doch diese blieb aus.

***
Laura warf einen letzten Blick in den Spiegel und befand, dass ihr das neue Laufoutfit wirklich gut stand. Sie band sich ihre langen Haare schnell noch zu einem Pferdeschwanz, setzte eine Kappe auf, sperrte ihren Spind in der Umkleide zu und machte sich auf den Weg zum Central Park. Die 65., wo sie sich mit Jon treffen sollte, war nur ein paar Blocks von ihrer Schule entfernt und sie hatte ausreichend Zeit.

Den ganzen Vormittag hatte sie es weitestgehend geschafft nicht an ihr „Lauf-Date“ zu denken. Donnertag war der Tag an dem sie die meisten Stunden unterrichtete und keine Freistunde hatte. Normalerweise verfluchte sie diesen sehr anstrengenden Tag. Heute war sie aber dankbar, da sie so einfach keine Zeit hatte zu sehr über alles nachzudenken.

Jetzt aber, wo das Zusammentreffen in Greifweite lag, wurde sie mit jedem Schritt nervöser. So sehr sie auch bemüht war sich zu beruhigen, das mulmige Gefühl in ihrem Bauch wollte einfach nicht mehr vergehen.

Als sie um die Ecke 65. und 5th Avenue bog konnte sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereits Jon entdecken. Er trug dunkelblaue Shorts, ein graues T-Shirt, eine Kappe und eine Sonnenbrille. Seine „Tarnung“ schien zu funktionieren, denn die vorbeigehenden Passanten würdigten ihn keines Blickes.

Laura überquerte die Straße als er sie offensichtlich entdeckte. Er winkte ihr zu und lächelte sie an. „Hey sweetheart, ready for a run?“, begrüßte er sie mit einem Grinsen. „Hey, I`m ready if you are“, entgegnete sie ihm.

Mittlerweile standen sie sich gegenüber und Laura wollte ihm gerade ihre Hand entgegenstecken -  sie hatte nahezu den gesamten gestrigen Abend überlegt “wie” sie ihn begrüßen sollte - als Jon ihr diese Entscheidung abnahm und ihr einen Kuss auf die Wange drückte.

Schweigend liefen sie die nächsten Minuten in den Park und dann weiter in Richtung Norden. Laura war erstaunt wie schnell sich wieder an seine Gegenwart gewöhnte und wie wohl sie sich neben ihm fühlte.

„So tell me, how was school today?“, nahm Jon das Gespräch wieder auf. “Well, I survived! No, to tell you the truth Thursdays are always hard but everything is fine at school. What have you been up to? Rehearsals going fine?”

“Yeah, we`re having a good time playing acoustic. I came up with some new ideas and so far I like what they sounded. There`s gonna be lots of violins and cellos but I shouldn’t tell you everything now. I don`t want to spoil the surprise.” “Now I`m really curious about the show. Thanks for inviting me, Jon.”

“It`s my pleasure, sweetheart. With whom are you going, anyway?” “Well that`s a funny story”, begann Laura Jon die Geschichte über Paul zu erzählen. Jon hörte gespannt zu und lachte auch einige Male aber Laura hätte schwören können, dass Jon nicht hundertprozentig mit der Wahl ihrer Begleitung einverstanden war.

Die beiden liefen ruhig nebeneinander weiter. Sie hatten schnell ein für beide angenehmes Tempo gefunden und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Mittlerweile waren sie beim großen See angekommen und Jon machte den Vorschlag noch eine Runde um den See zu machen. Danach würden sie sich auf den Rückweg machen.

„You are in pretty good shape, sweetheart. Do you work out a lot?” “Thanks, I try to go running and thought about joining a gym but I`m not sure if I like doing sports indoor.” “I can understand that. When we are on tour I always work out in gyms because I don`t want to get recognized”, erklärte er.

“I can`t even imagine being in the spotlight all the time.” “Well, it`s not all the time, you know. Back in Jersey and here in New York it`s not that bad. People are used to seeing me around so I don`t get bothered too often.”

Die beiden liefen weiter um den See und unterhielten sich. Jon stellte jede Menge Fragen und war ein interessierter Zuhörer. Laura wiederrum genoss seine Gegenwart und blühte richtig auf.

I could listen to her all day. She`s really beautiful when she smiles.

Auf dem Rückweg zur 65. Straße überlegte Laura, ob sie noch vorschlagen sollte gemeinsam etwas trinken zu gehen. Sie konnte oder vielmehr wollte ihn noch nicht gehen lassen. Sein graues T-Shirt war inzwischen verschwitz und klebte an seiner Brust. Laura konnte sich einen weiteren Blick in seine Richtung einfach nicht verkneifen.

Er schaut selbst verschwitzt einfach noch zum Anbeißen aus.

„Enjoying the view?“, meinte Jon, der ihren Blick beobachtet hatte, mit einem Grinsen im Gesicht. Laura stieg, wieder einmal, die Röte ins Gesicht. Wenigsten konnte sie diesmal behaupten, dass das Laufen der Grund dafür war.

Als ob dir das irgendjemand glauben würde.

Laura überlegte krampfhaft aber es wollte ihr beim besten Willen keine schlagfertige Antwort einfallen. Jon hingegen genoss es sichtlich, dass Laura sich ertappt fühlte und fragte weiter: „Cat got your tongue?“

„Very funny, smartass and I always thought that you`re a nice guy”, entgegnete sie ihm lachend. “I`ll try to behave, sweetheart. How about if I buy you a drink and a snack?”

“Sounds good to me but where do you wanna go all sticky and sweaty?” “I like you all sweaty”, erwiderte Jon mit einem schelmischen Grinsen. „But I get the point, you do have clean clothes at you school, right?” Als Laura nickte erklärte Jon weiter “My old apartment is five minutes from the park. I used to stay there when we were still living in Jersey and I had stuff to do in the city. You could get your stuff and take a shower there.”

Laura überlegte einen Moment und stimmte dann zu. Was war schon dabei? Sie würde nur mit einem verschwitzen und verdammt gut aussehenden Jon Bon Jovi in dessen Zweitwohnung gehen. Sie müsste verrückt sein dieses Angebot auszuschlagen.

2 Kommentare:

  1. Ach wie schön ... was da in Jon's Zweitwohnung so alles passieren könnte ;-)

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    1. Das kannst du bereits nachlesen. Viel Spaß und Danke!

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