Als Laura wenige Minuten
später wieder zu Paul zurückkehrte war dieser gerade in ein angeregtes Gespräch
mit Richie vertieft. Zu den beiden Männern hatten sich mittlerweile noch David
und ein weiterer blonder Mann gesellt.
„Hey, Laura, I was kinda worried,
everything ok, girl?“, unterbrach Paul sofort sein Gespräch und wandte sich
Laura zu.
„Just a little headache, but I`m gonna be okay. Seems like you are
having fun?” “Best night ever, let me introduce you to David and Bob.”
Die beiden Männer schüttelten
ihr die Hand. David ließ es sich nicht nehmen und drückte Laura sofort einen
Schmatz auf die Wange. „Sambora,
write that down. You were absolutely right, she sure as hell is stunning.“
Während Laura Mühe hatte
sich nicht an ihrem Wasser zu verschlucken grinste Richie nun von einem Ohr zum
anderen.
„Told you!”
Die beiden waren
definitive ihr Geld wert. Mit lustigen Geschichten brachten sie Laura immer
wieder zum Lachen. Auch Bob, der wie es sich herausstellt ein alter
Jugendfreund von David war, passte perfekt in die Runde.
Immer wieder drehte sich
Laura um und versuchte möglichst unauffällig nach Jon Ausschau zu halten. Er
stand bei einer Gruppe von Leuten auf der anderen Seite des Raumes und
unterhielt sich. Einmal trafen sich ihre Blicke kurz und Jon schaute sie
entschuldigend an.
Laura erzählte gerade über
ihren Job als Lehrerin als ihr IPhone in ihrer Hosentasche vibrierte. Es war zu
auffällig jetzt auf ihr Telefon zu schauen um dann Minuten später zu
verschwinden. Sie musste sich etwas einfallen lassen.
Wie
um alles in der Welt kann ich Paul davon abhalten mich nach Hause zu begleiten.
Laura blickte auf die Uhr
und drehte sich dann noch einmal um. Von Jon fehlte jede Spur. Offensichtlich
war er bereits auf dem Weg zum Hinterausgang.
„Ok boys, I hate to tell you this but I`m calling it a night. I`m pretty
beat and my head is giving me trouble. I had a wonderful evening though.”
Während Richie, David und
Bob versuchten sie noch zum Bleiben zu überreden schlug Paul, ganz der
Gentlemen, gleich vor sie nach Hause zu bringen.
Laura lehnte ab und
erklärte ihrem Kollegen, dass das absolut nicht nötig war. Wie sie aber
befürchtet hatte ließ sich Paul nicht so schnell abschütteln. Erst als sie ihm
mehrmals versicherte, dass sie sich einfach ein Taxi nehmen würde und
keinesfalls wollte, dass er wegen ihrer Kopfschmerzen auf die Party verzichten
müsste, willigte er ein sie alleine gehen zu lassen.
Endlich konnte sie sich
von allen verabschieden. Die Jungs umarmten sie alle und selbst als sie sich
bereits auf den Weg gemacht hatte rief ihr Richie noch ein „see you soon,
beautiful!“ nach.
Laura hob die Hand zum
Zeichen, dass sie Richie gehört hatte. Ohne sich aber noch einmal umzudrehen
bannte sie sich den Weg durch den Club in Richtung Hinterausgang.
Vorbei an den restrooms und dem „OFFICE“ hatte sie den zweiten Ausgang
schnell gefunden. Angenehm kühle Luft strömte ihr entgegen als sie sie Tür
aufstieß. Jon wartet bereits neben einem schwarzen Auto. Ansonsten konnte sie
keine Menschenseele auf dem Hinterhof entdecken.
Jon kam lächelnd auf sie
zu und gab ihr einen Kuss.
„Let´s get out of here, baby.“
Laura nickte und die
beiden nahmen auf dem Rücksitz der Limousine Platz. Jon nahm Lauras Hand und drückte
sie sanft.
Langsam setzte sich das
Auto in Bewegung. Während Laura keine Sekunde darüber nachgedacht hatte, wo sie
die Nacht verbringen würden, hatte Jon scheinbar schon Pläne geschmiedet.
„I thought we could first stop at your place before we head to my
apartment in the city. I hope that`s okay with you. I kinda guessed you would
want to grab some stuff.”
“Yeah, some fresh clothes won`t be a mistake.”
“Clothes, who needs clothes? I was hoping to keep you naked.”
“Smartass!”
“A men can dream, can`t he?”
Nachdem um diese Zeit
selbst in New York etwas weniger Verkehr war hatten sie bereits kurze Zeit
später Lauras Apartment erreicht. Laura packte in Windeseile frische Klamotten
sowie die notwendigsten Toilettenartikel in eine Tasche.
Beim Verlassen der Wohnung
fiel ihr Blick noch auf ihre Laufschuhe und sie beschloss auch diese, sowie
ihre Laufklamotten mitzubringen.
Keine fünf Minuten später
saßen sie bereits wieder im Auto auf dem Weg zu Jons Apartment.
„Wow, that was quick“, schien auch Jon von ihren
Einpackkünsten sehr angetan zu sein.
„Since you plan on keeping me naked anyway I didn`t have to bother about
clothes, right?”
“I really like were this is going.”
Als die beiden endlich in
Jons Apartment ankamen war es bereits weit nach Mitternacht. Jon nahm Laura die
Tasche ab und stellte sie sofort auf einen Stuhl im Schlafzimmer ab.
Laura wartete inzwischen
im Wohnzimmer auf ihn und genoss abermals die tolle Aussicht. Selbst in der
Nacht war der Blick grandios.
Erst als sie Jon hinter
sich spürte drehte sie sich um und blickte direkt in seine Augen. In seinen
Händen hielt er zwei Gläser Wein, wovon er eines nun Laura gab.
„To a beautiful lady and a wonderful night, baby. Thanks for being here
with me.”
“I`ll drink to that.”
Vorsichtig nahm sie einen
Schluck Wein. Er schmeckte angenehm kühl und überraschend fruchtig, so dass
Laura gleich noch einen, diesmal größeren Schluck, nahm.
Jon hatte sie die ganze
Zeit lächelnd beobachtet und stellte nun
zufrieden fest, dass ihr der Wein wohl schmeckte.
„You like?“ fragte er
trotzdem nach.
„Yeah, it`s fruity and smells like raspberries but I`ll bet it doesn`t
taste as good as you.”
Ohne auf seine Antwort zu
warten nahm Laura die beiden Weingläser, stellte sie auf den Couchtisch und
küsste Jon. Ganz im Gegensatz zu ihren Küssen im Club war dieser Kuss langsam
und gefühlvoll.
Im Club waren sie hungrig
übereinander hergefallen, jetzt hatten sie alle Zeit der Welt. Beide fühlten
sofort wieder die Vertrautheit zwischen ihnen. Nun ging es nicht mehr um die
schnelle körperliche Befriedigung, jetzt ging es darum sich voll und ganz auf
den anderen einzulassen.
Jon löste seine Lippen von
ihren nur um kurz darauf an ihren Ohrläppchen zu saugen und ihren Hals mit
feuchten Küssen zu bedecken. Laura ließ genussvoll ihren Hals nach hinten
fallen und schloss ihre Augen.
„Open your eyes, baby“, raunte Jon leise in ihr Ohr. Langsam
öffnete Laura die Augen wieder und ihre Blicke trafen sich.
„Let me make sweet love to you, Laura.”
So sehr sie es
normalerweise genoss, wenn er sie Baby nannte, in diesem Augenblick fühlte es
sich einfach richtiger an, dass Jon sie bei ihrem Namen genannt hatte.
Ohne ihm zu antworten,
nahm sie ihn bei der Hand und führte ihn zum Schlafzimmer. Der Raum war dunkel
und nur ein wenig durch den Schein der Lampe im Wohnzimmer erhellt.
Ganz langsam zog Jon
zuerst Laura und dann sich selbst aus. Er bedeckte ihren Körper mit Küssen
während er seine Hände auf Wanderschaft gehen ließ. Genau an den Stellen, an
denen Laura besonders empfindlich war, hielt er länger inne. Es schien als ob
er besser mit ihrem Körper vertraut war als sie selbst.
Laura genoss jede einzelne
seiner Berührungen, stöhnte auf wenn er einen besonderen Punkt erreichte und
bewegte sich von ihm weg, wenn er sie durch seine sanften Hände kitzelte.
Als er schließlich endlich
in sie eindrang, hatte sie das Gefühl es nicht mehr aushalten zu können und
bewegte ihre Hüften um ihm zu signalisieren, dass er sich schneller bewegen
sollte.
Jon aber schüttelte nur
den Kopf und flüsterte leise „Good things happen to those who wait“.
Und er sollte Recht
behalten, als sie schließlich ihren Höhepunkt erreichten war es als ob sich
ihre Seelen vereint hätten. Jon suchte ihren Blick und gemeinsam ließen sie
sich durch ihren Orgasmus wie von einer Wellte überrollen.
Als sich ihr Atem wieder
etwas beruhigt hatte, bemerkte Jon wie eine einzelne Träne über Lauras Wange
rollte. Laura war von ihren Gefühlen überwältigt und versuchte verschämt
wegzuschauen. Jon aber hielt ihr Gesicht mit beiden Armen fest und küsste ihre
Träne weg.
„It´s okay, baby. I feel the same.“